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Vom Buch der Ewigkeit: Orkhan Mir-Kasimovs „Words of Power“

Die von Faḍl Allāh Astarābādī (1339-1394) initiierte und auf seine metaphysische Doktrin gegründete Ḥorūfī-Bewegung hat über Iran hinaus bis in die heutige Zeit nachhaltigen Einfluss auf diverse religiöse und literarische Strömungen ausgeübt. Dies gilt zunächst für die Entwicklung der türkischen Literaturen, in denen die Dīwān-Dichtung ḥorūfī-geprägter Autoren fest verankert ist. In ʿImād ad-Dīn Nasīmī, einem direkten Schüler Faḍl Allāhs, hat die aserbaidschanische Literatur einen ihrer Nationaldichter gefunden.

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Weshalb vezvez-e kandū?

Vezvez-e kandū bedeutet in der persischen Sprache „das Summen des Bienenstocks“. Ähnlich dem Klang eines Bienenschwarms, der sich aus den individuellen Stimmen unzähliger Bienen zusammensetzt, könnte man auch die Gesamtheit aller Phänomene einer bestimmten Kultursphäre betrachten: Als den deutlich wahrnehmbaren, kollektiven Klang eines geschäftigen Bienenschwarms, dessen Stimmengewirr sich zum fast undurchdringbaren Summen eines komplexen Diskurses verdichtet hat.